Zazakî gilt als gefährdet, und keine Übersetzungs-App spricht es zuverlässig. Wir sammeln stattdessen Sätze aus dem Alltag und lassen sie von echten Sprecher:innen ins Zazakî übersetzen und einsprechen.
Vergiss Streaks und Eulen. Du sammelst eigene Sätze, lässt sie übersetzen, hörst sie, sprichst sie aktiv aus. Punkt.
Schreib auf Deutsch, was du wirklich sagen willst. Über deine Familie, dein Dorf, deine Arbeit. Diese Sätze sind deine Sprachinseln.
Sprachhüter:innen übersetzen deinen Satz ins Zazakî und sprechen ihn ein. Du darfst selbst eine Fassung vorschlagen — gültig ist die, die eine Sprachhüterin bestätigt. Pro Satz und Dialekt genau eine.
Audio anhören, laut nachsprechen, mit einem Klick markieren: „Konnte ich“ oder „Noch nicht“. Das trainiert dein Hörverständnis.
Du siehst nur den deutschen Satz. Sprich die Zazakî-Übersetzung laut aus, ohne nachzuschauen. Dann deckst du auf und markierst dich selbst.
Verständnis wächst von allein, sobald du stundenlang hörst. Aktiv sprechen muss man üben. Deshalb gibt es zwei Übungsarten und zwei getrennte Fortschritte.
Du hörst den Satz im Dialekt, siehst die deutsche Bedeutung und sprichst nach.
Du siehst nur Deutsch und sprichst Zazakî laut aus — ohne nachzuschauen.
Wir wollen die Sprache sprechen, die unsere Eltern und Großeltern sprechen — mit allen regionalen Eigenheiten. KI-Modelle würden bei einer so seltenen Sprache nur Wörter erfinden, und das hilft niemandem. Jede Übersetzung wird von Hand geprüft und namentlich attribuiert.
Eine Lernende tippt eine Zazakî-Fassung ein, optional mit eigener Aufnahme. Sie ist sichtbar, aber noch nicht gültig.
Sie bestätigt die Fassung, ändert sie — oder spricht den Satz selbst neu ein. Muttersprachlerin, kein Modell.
Pro Satz und Dialekt gibt es genau eine geprüfte Fassung — mit dem Namen der Person, die sie verantwortet.
Wir suchen Sprecher:innen, die Sätze übersetzen, aufnehmen und prüfen. Jede Übersetzung wird namentlich attribuiert — du baust mit am Archiv.
Meine Großeltern sprachen nur Zazakî. Meine Eltern stammen aus Erzingan, sprachen aber leider nur Türkisch mit mir — finde ich bis heute schade.
So geht eine Sprache verloren: innerhalb einer Generation. Mit ihr ein Stück unserer Identität.
Heute arbeite ich als AI Engineer. Zazakî Islands ist mein Versuch, mit dem, was ich kann, einen Beitrag zu leisten — für eine Sprache, die ich selbst nie gelernt habe.
Vor einer Weile bin ich auf ein Video von Mikl gestoßen — er spricht zwölf Sprachen und beschreibt seinen Lernweg: eigene Sätze sammeln, hören, nachsprechen, aktiv abrufen. Er nennt diese Themen-Cluster Language Islands — kleine Inseln aus Sätzen, die zusammengehören.
Ob Mikls Methode wirklich so schnell zum Sprechen führt, wie er beschreibt, kann ich wissenschaftlich nicht belegen. Aber sie kam mir sehr plausibel vor. Und ich dachte sofort: genau so etwas brauchen wir für Zazakî. Nur eben ohne die KI-Übersetzung — die kann diese Sprache (noch) nicht.
Daher auch der Name: Zazakî Islands — Sprachinseln auf Zazakî.
Jede verifizierte Übersetzung baut einen sauberen, dialektgenauen Datensatz auf. Irgendwann reicht er, um eine Sprach-KI zu trainieren, die heute noch erfindet — diesmal mit echtem Zazakî.
Echte Sprecher:innen übersetzen und prüfen jeden Satz. Lernende üben mit dem, was geprüft ist.
Der Datensatz wächst — dialektgenau, namentlich attribuiert, mit Audio.
Genug saubere Daten, um ein Zazakî-Sprachmodell verantwortbar zu trainieren — ohne Halluzinationen.
Account anlegen, Dialekt wählen, drei eigene Sätze eintippen. Üben kannst du sofort — auch ohne verifizierte Übersetzung.
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